24. April 2017, Freizeitparks, Texas

Letztes Orca-Baby aus dem SeaWorld-Zuchtprogramm geboren

In SeaWorld ist ein Orca-Baby geboren worden. Dies markiert einen historischen Schritt und Neubeginn: Denn das jüngste Mitglied der Orca-Familie wird das letze sein, das in einem SeaWorld-Park zur Welt kommt. Entbunden hat das 25 Jahre alte Weibchen Takara im Meeresabenteuerpark im texanischen San Antonio. Ein Team von Tierärzten und Spezialisten war bei der Geburt anwesend. Sie versorgen Takara und ihr Neugeborenes nun rund um die Uhr.

Bei der Ankündigung von SeaWorld im März 2016, das Orca-Zuchtprogramm zu beenden, war Takara bereits trächtig. Die Schwangerschaft kam auf natürlichem Wege zustande. Takara wurde selbst in SeaWorld San Diego geboren. Sie hat bereits vier Kälber, die heute zwischen drei und 15 Jahren sind, zur Welt gebracht.

Besucher von SeaWorld San Antonio können Takara und ihr Baby zu ausgewählten Zeiten sehen – die letzte Gelegenheit, ein Killerwal-Neugeborenes aus der Nähe zu beobachten und es heranwachsen zu sehen. Selbst wenn es keinen weiteren Nachwuchs mehr gibt, kümmert sich SeaWorld auch zukünftig mit großer Sorgfalt um die Orcas in den Parks.

Die Geburt ist auch für die Wissenschaft die letzte Gelegenheit, das Aufwachsen eines Orcas genauer zu untersuchen, als dies im Meer möglich ist. Die Informationen und Erkenntnisse, die durch Takara und ihr Kalb gewonnen werden, ergänzen die umfassende Datenbank von SeaWorld zu dieser Spezies. Sie fließen auch in Studien über die Killerwalpopulation vor der Küste des U.S. Bundesstaates Washington ein. Die Tierart ist dort durch Umweltverschmutzung, Überfischung und weitere, durch den Menschen verursachte Belastungen gefährdet. Die Beobachtung der beiden Tiere liefert zudem Daten und Proben zum Wachstum und dem Stoffwechsel der Spezies. Eine der Studienreihen untersucht den Austausch natürlicher Gifte über die Muttermilch. Eine andere wird dabei helfen, die körperlichen Entwicklungen auszuwerten, um die Ernährungsbedingungen wild lebender Artgenossen besser zu verstehen. Darüber hinaus beobachtet ein Forscherteam der St. Mary Universität das Kalb, die Mutter und weitere Orcas, um die sozialen Auswirkungen von Nachwuchs und ihre Entwicklung innerhalb einer Gruppe zu erforschen. (SeaWorld)



» Diesen Artikel via Mail weiterempfehlen

Themen: ,





Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Beiträge zum Thema: