14. Mai 2018, Niedersachsen

Museumsstellmacherei Langenrehm eröffnet für Besucher

Am Sonntag, dem 17. Juni 2018, von 11 bis 17 Uhr öffnet die Museumsstellmacherei Langenrehm zum ersten Mal für Besucher. Zu diesem Anlass erwartet Kinder und Erwachsene ein spannendes Programm „Rund um die Schubkarre“. Der Eintritt ist frei. Das Museum ist von Juni bis Oktober an jedem dritten Sonntag im Monat geöffnet. Gruppenführungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. (0 40) 79 01 76-0 auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

In der Museumsstellmacherei Langenrehm entdecken Besucher das traditionelle Stellmacherhandwerk hautnah. Ein Stellmacher (süddeutsch: Wagner) stellte Räder, Wagen, Pflüge und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz her. Der Eröffnungstag steht unter dem Motto „Rund um die Schubkarre“. Die Stellmacherei Langenrehm war für ihre Schubkarren bereits vor 100 Jahren bekannt – im Großraum Hamburg belieferte sie unter anderem die Eisenbahndirektion und den Hafen. In der historischen Werkstatt schauen die Besucher dem Stellmacher zu, wenn er Räder, Wagen und Karren aus Holz fertigt. Bei verschiedenen Vorträgen erfahren Kinder und Erwachsene, wie Schubkarren um 1930 traditionell gefertigt wurden. Im Schubkarren-Workshop können Interessierte gegen Aufpreis aus vorgefertigten Bausätzen ihr eigenes Exemplar zusammenbauen.

Die Stellmacherei Langenrehm gehörte der Familie Peters. Das Museum zeigt, wie die Familie aus einfachen Verhältnissen Anfang des 20. Jahrhunderts einen erfolgreichen Handwerksbetrieb aufgebaut hat. Die Werkstatt ist komplett im Zustand von etwa 1930 erhalten – alle Maschinen sind noch voll funktionstüchtig. In der Ausstellung im historisch getreu eingerichteten Wohnhaus entdecken die Besucher, wie die Familie Peters früher zusammen lebte und arbeitete. Auf der Deele lockt das gemütliche Museumscafé Peters mit Kaffee und Kuchen zum Verweilen und Genießen.

Die Museumsstellmacherei ist eine Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Mit der Anlage von Außenstellen werden historische Gebäude und Kulturdenkmäler an ihren konkreten Standorten erhalten. Besucher erfahren so ihre Geschichte und Funktionsweise an authentischen Orten. Der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg führt den Museumsbetrieb. (TMN)



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