10. Dezember 2018, Tschechien

Tschechien wirbt für kleinere Städte

Tschechien blickt auf ein sehr erfolgreiches touristisches Jahr zurück. „Nach den Zahlen für die ersten drei Quartale rechnen wir für 2018 mit einem neuen Rekord bei den ausländischen Gästen und werden wohl bei den deutschen Touristen erstmals die Zwei-Millionen-Grenze überschreiten“, freut sich Markéta Chaloupková, die Direktorin von CzechTourism. Damit dürfte 2018 das bisher erfolgreichste Jahr in der 25-jährigen Geschichte von CzechTourism werden. 2019 will die tschechische Zentrale für Tourismus vor allem den „kleinen Schwestern von Prag“ eine Bühne bieten.

Nach den aktuellen Zahlen der tschechischen Statistikbehörde besuchten in den ersten drei Quartalen rund 8,1 Millionen ausländische Gäste das Land. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet das ein Plus von 4,7 Prozent. Mit mehr als 1,5 Millionen stellten die Deutschen die größte Reisegruppe. Ihr Anteil wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent. Nach wie vor rasant steigend ist die Zahl der chinesischen Gäste. Sie haben sich mittlerweile nach den Nachbarländern Deutschland, der Slowakei und Polen auf den vierten Platz vorgearbeitet. Ihre Zahl stieg in den ersten drei Quartalen um mehr als 26 Prozent auf fast eine halbe Million.
Als einen erfreulichen Trend sieht Markéta Chaloupková, dass die Zahl der ausländischen Touristen in Prag nahezu gleichgeblieben ist, während die übrigen Regionen des Landes ein zum Teil deutliches Wachstum verzeichneten. So zählte die Region rund um die Biermetropole Pilsen in den vergangenen neun Monaten gut 26 Prozent mehr ausländische Gäste und Südböhmen erreichte ein Plus von 18 Prozent. „Hier möchten wir 2019 anknüpfen“, betont die Direktorin. Sie wirbt mit den noch unbekannten Schönheiten des Landes und empfiehlt Reisenden die „kleinen Schwestern von Prag“ als reizvolle Alternative zur oft überlaufenen Hauptstadt.

Ein Beispiel dafür ist die mährische Barock-Perle Olomouc (Olmütz), eine Stadt wie aus dem Bilderbuch mit herrlichen Bauten, viel Grün und einer guten touristischen Infrastruktur. Die Stadt ist nicht nur Bischofssitz, sondern beherbergt auch die zweitälteste Universität des Landes. Zahlreiche Studenten bringen Leben in die rund 100.000 Einwohner zählende Gemeinde. Noch zu entdecken ist auch das ostböhmische Litomyšl (Leitomischl). Die Geburtsstadt des Komponisten BedřichSmetana lockt mit seinem als UNESCO-Welterbe geschützten Renaissanceschloss und seinen barocken Laubenhäusern im Zentrum. Nicht zu vergessen Brünn, mit rund 400.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes, mit moderner Architektur, seinem ausschweifenden Nachtleben und einer vielseitigen gastronomischen Szene. „Städte sind die Tore zu den tschechischen Regionen“, meint Markéta Chaloupková. So lasse sich ein Besuch in Brünn wunderbar mit einer Entdeckertour durch die südmährische Weinbauregion verbinden. (FVA Tschechien)



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