23. Mai 2011, Asien

Weitere zehn Jahre Schutz für den Schneeleopard in Kirgisien

Der Nabu und die kirgisische Regierung haben in dieser Woche einen gemeinsamen Vertrag insbesondere zum Schutz des stark bedrohten Schneeleoparden unterzeichnet und damit die internationale Zusammenarbeit vorangebracht. So konnten Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, Nabu-Vizepräsident Thomas Tennhardt und der kirgisische Umweltminister Bijmyrsa Toktoraliev den Fortgang laufender Projekte wie die Anti-Wilderer-Einheit „Gruppa Bars“ zum Schutz von Schneeleoparden, das Rehabilitationszentrum „Schneeleopard“ und das Monitoring seltener Tierarten im Projektgebiet für weitere zehn Jahre sicherstellen.

Ein weiterer Höhepunkt der deutsch-kirgisischen Zusammenarbeit im Bereich des Naturschutzes lieferte das ebenfalls in dieser Woche stattgefundene Treffen der Nabu-Spitze mit der kirgisischen Präsidentin Otunbajewa. Dabei ging es vor allem um die gemeinsame Vorbereitung eines internationalen Forums zum Schneeleopardenschutz, das im kommenden Jahr stattfinden soll und das der Nabu initiierte. „Wir hoffen, mit dem erstmals so hochrangig geplanten Forum eine Reihe internationaler Projekte zum Schneeleopardenschutz anstoßen und damit einen weiteren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten zu können“, so die Nabu-Vertreter nach dem Treffen mit der Präsidentin. Diese begrüßt die Initiative des Nabu für eine gemeinsame Schneeleopardenkonferenz mit Vertretern aller verantwortlichen Staaten. Zum Verbreitungsgebiet der Großkatze gehören Zentralasien, der Himalaya, China und Russland.

Der betreibt seit über zehn Jahren Projekte zum Schutz der seltenen Großkatze in Kirgisien und konnte bereits einen Rückgang der Wilderei erzielen. Das parallel durchgeführte Monitoring zeigt, dass die Zahl der Schneeleoparden seit 2004 wieder ansteigt. Derzeit rechnet man mit 350 Tieren, im Jahr 2001 gab es 250 Schneeleoparden in Kirgisien. Schneeleoparden sind die am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Wegen ihres schönen Fells, ihrer Knochen und auch als lebende Tiere für Zirkusse werden sie gnadenlos verfolgt. (Nabu)



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