30.08.2010 10:17 Uhr

25.06.2009 | ADAC

ADAC empfindet Slowenien-Vignette als “unakzeptabel”

Die slowenische Regierung hat die umstrittene Preiserhöhung für ihre Vignetten zum 1. Juli bestätigt. Danach gibt es zwar jetzt, wie auch vom ADAC gefordert, eine Kurzzeitvignette, allerdings zum stattlichen Preis von 15 Euro für sieben Tage. Für Pkw kostet eine Monatsvignette 30 Euro, die für ein Jahr 95 Euro. Vor der Erhöhung kostete die Halbjahresvignette, die damit ersatzlos gestrichen wird, 35 Euro, für ein Jahr mussten Autofahrer bisher 55 Euro bezahlen. Die unverhältnismäßig hohen Preise haben bei ADAC-Mitgliedern schon für Proteste gesorgt. Deswegen geht der Club erneut gegen die Preisgestaltung vor. In einem Brief des ADAC-Präsidenten Peter Meyer an den slowenischen Verkehrsminister wird die Regierung aufgefordert, die vorgesehene Preisgestaltung nochmals zu überdenken.

„Unsere Mitglieder haben weder für die Staffelung noch für die Preisgestaltung der Vignetten Verständnis“, kritisiert ADAC-Präsident Peter Meyer. „Eine Online-Umfrage hat gezeigt, dass zahlreiche Reisende beabsichtigen, über Nebenstraßen zu fahren, um die Vignettenkosten zu vermeiden. Viele wollen Slowenien ganz meiden. Ein solcher Imageverlust als Urlaubsland kann nicht im Sinne Sloweniens sein. Daher fordert der Club, die vorgesehene Preisgestaltung nochmals zu überdenken und sich bei Staffelung und Kosten etwa am Nachbarland Österreich zu orientieren“, so Meyer weiter.

Der ADAC fordert einen fairen Preis von sieben Euro für eine 10-Tages-Vignette. Die slowenische Regierung sollte außerdem über ein weiteres Angebot zwischen Kurzzeit- und Jahresvignette nachdenken. Ein Angebot etwa für zwei Monate oder aber ein halbes Jahr zu einem angemessenen Preis ist nach Ansicht des ADAC zusätzlich notwendig, um die Bedürfnisse aller Urlauber abzudecken. Die Umfrage des Clubs hat weiter gezeigt, dass Urlauber acht Tage und mehr unterwegs sind, und demzufolge zweimal für die Kurzzeitvignette in die Tasche greifen müssen. Diese Unverhältnismäßigkeit könnte durch eine bessere Staffelung ausgemerzt werden. (ADAC)

14 Kommentare zu diesem Artikel

  1. homer schreibt:

    Slowenien,

    Deine Maut-Preisgestaltung könnte sich zu einem riesigen Eigentor entwickeln und das völlig verdient.

    Hoffentlich

  2. Arne schreibt:

    HeHe,
    die “zmajceks” sind doch nur neidisch auf das kroatische Meer und deshalb diese Preisgestaltung -um die Touristen zurückzuhalten -_-
    Ein ganzes Land verhält sich wie ein Kleinkind:
    “Nein, wir sind gegen den EU-Eintritt Kroatiens -erst möchten wir ein Stück von deren Adria haben, dann kann auch Kroatien in die EU.”

    ROFL
    Die SLO-Kinder hatten doch schon immer einen an der Matte :P

  3. Maria schreibt:

    Das ist weiterhin Abzocke pur ! Für das bisschen Autobahn… ! Lächerlich ! Die Slowenen sind doch nur sauer, weil alle nur durchfahren, um in Kroatien Urlaub zu machen. Aber auf diese Art und Weise bleibt erst recht keiner in Slowenien. Selber schuld ! Haben sie nicht besser verdient !

  4. Marija schreibt:

    Für wesentlich weniger Autobahnstrecke als z.B. in Österreich gleich das Doppelte verlangen – wie nennt man das wohl ? Frechheit ! Völlig unakzeptabel !
    Blöde Ausrede: Autobahnen müssen ausgebaut und Instand gehalten werden ! Wir Deutschen müssen überall zahlen aber bei uns fährt jeder kostenlos durch. Und unsere Autobahnen werden auch ausgebaut und Instand gehalten !

  5. Dietmar schreibt:

    Tja … wie es aussieht der Deutsche zahlt für alle Strassen in EU , aber bei sich “zu Hause” lässt alle kostenlos und ohne Geschwindigkeitbegrenzung rasen ….. was für eine Risenscheisse … und das Ende ist auch nicht in Sihct …. eher kassieren Politiker von eigener Leuten als von den Asländer

  6. Slo schreibt:

    @Arne Wer angefangen hat mit dieser Politik weiß wohl keiner mehr so genau, nur kann man echt sagen das sich beide Nationen wie Idioten verhalten, und leiden muss das normale Volk.
    Auch ich als Slowene muss gebührne bezahlen, obwohl ich die Autobahn nur 1Km nutze bevor ich Daheim bin……
    Das problem von denn HR es sind immer die anderen, schaut doch erst mal bei euch, was da so abgeht. Ich persönlich bin auch gegen einen EU Beitritt, bekommt erst mal eure politische Situation im eigenlande in denn Griff.
    Verlasst euch nciht auf euer Meer was sicherlich sehr schön ist, nur im Landes Innere, sind die Menschen unzufrieden……..

  7. robo schreibt:

    Slo ich glaub die innerpolitischen Probleme Kroatiens gehen euch überhaupt nichts an. Zweitens ist es einfach mal Fakt, dass diese Vignettenpreise die reinste Abzocke sind. Anscheinend muss die slowenische Regierung vor Komplexen gegenüber dem Nachbarn nur so strotzen. Ich empfehle allen Touristen die nach Kroatien oder weiter wollen nicht durch Slowenien zu fahren oder eben Landstrassen zu nutzen. Falls die Leute abgezockt werden sollte man sich an europäische Institutionen wenden um dagegen vorzugehen. Nie wieder Slowenien nicht mal als durchfahrt.

  8. Maurer schreibt:

    Uns ist letzte Woche bei der Durchreise durch Slowenien folgendes widerfahren, wovor ich jeden Kroatienurlauber eindringlich warnen muss: Nach unserem Campingurlaub in Istrien sind wir kurz nach dem Grenzübertritt von Kroatien nach Slowenien in Koper auf die Autobahn aufgefahren, weil hier Lublijana und die Autobahn netterweise(?!) gleich schon ausgeschildert waren. Ein fataler Fehler, wie sich wenig später zeigen sollte, weil wir bis dahin noch keine Vignette lösen konnten. So hoffte ich, daß wir auf der Autobahn auf entsprechend beschilderte Verkaufsstationen für Vignetten hingewiesen würden, was aber überhaupt nicht der Fall war. Und so kam es, wie es kommmen musste, wenn man Touris so richtig abzocken möchte: Wir fuhren kurze Zeit später in eine Kontrolle, die aufgrund fehlender Vignetten reihenweise Touristen aus dem fahrenden Verkehr rauszog. Es standen gleich drei nagelneue silberne VW T5, alle mit laufenden(!) Motoren und gleichzeitig laufenden Klimaanlagen bei weit geöffneten Schiebetüren auf dem Seitenstreifen. Und alle drei Besatzungen waren mit ein und demselben beschäftigt: Es wurden reihenweise Strafgelder an die Touris in satter Höhe von je 150€ bei sofortiger Zahlung ausgestellt.
    Das nenn ich eine abscheuliche Abzocke mit Kalkül!
    Mein Kalkül: Ich werde nie wieder eine Autobahn in Slowenien befahren und schon gar kein Geld mehr auf der Durchreise durch Slowenien irgendwo liegenlassen, das einzige was Slowenien noch zukünftig von mir kriegt sind die Autoabgase und meinen Reifenabrieb.

  9. Ulhorn Wolfgang schreibt:

    Uns ist am 25.09.2009 genau das Gleiche passiert (auch von Süden kommend), nur dass es diesmal bereits 4 VW-Busse waren. Ich befand mich noch dazu mit dem Wohnmobil in der Spur für Lastwagen und Busse und hatte auch bereits den Knopf für eine Mautkarte gedrückt, die ich dann aber nicht einmal mehr herausziehen durfte (ist wohl nur für Wohnmobile über 3,5 t Gewicht gedacht). Zahlungswillige Autofahrer so abzuzocken ist einfach unverschämt. Slowenien wird mich nicht wieder sehen.

  10. Gabi schreibt:

    Ha, wenn ich das hier so lese, kommt mir gleich wieder die Galle hoch! Wir haben auch für das winzige Stück Autobahn durch Slowenien eine 7-Tages-Vignette gelöst auf der Hinfahrt Richtung Kroatien, wo wir ja schon 7 Tage Urlaubsaufenthalt hatten! Also war schon klar, dass wir mit dieser 7-Tages-Vignette nicht ausreichen, sonst hätten wir ja 1 Tag früher in Kroatien wieder abreisen müssen! Aber eine Monats-Vignette für 30 EUR, wo wir nur an 2 Tagen nichtmal je 40 km AB befahren, das war uns zu teuer. In Östereich zahlt man immerhin akzeptable 7,60 für 10 Tage! Das ist noch fair. Also ließen wir es drauf ankommen in der Hoffnung, wegen ja quasi nur ein paar Stunden über 7 Tage wird vielleicht nichts passieren. Fehlgeschlagen! Die Wegelagerer zogen uns an der letzten Gelegenheit in SLO – vor Östereich – ganz gezielt heraus. Der äußerst unfreundliche Mensch hat obendrein bei seiner Behauptung auch noch vergessen, daß der September nur 30, nicht 31 Tage – wie er ausrechnete – hat! Als ich ihm die Quittung für den Kauf der Hinfahrtvignette zeigte, interessierte ihn diese nicht, fertig! Und weil man ja von vornherein dort keine 8 oder 10-Tages-Vignette, sondern nur 7 Tage 15,00 oder Montagsvignette 30,- EUR kaufen kann, wird einem von vornherein die Abzocke von 30 EUR für 2 x 7-Tages-Vignette auferlegt und man lauert nur noch, wer nun nicht bereit war, für 2 x ca. max. 40 km AB insgesamt 30 EUR abzudrücken! Ja, der sehr unfreundliche Mensch in SLO knöpfte uns also satte 150 EUR ab, weil wir ja nun zwar eine 7-Tages-Vignette hatten, aber es der 8. Tag war und wir somit wie Verbrecher behandelt wurden. Zum Glück hatten wir noch eine EC-Karte dabei, sonst hätten wir nicht mehr tanken können, um die noch gut 800 km bis nach Hause zu schaffen! Das ist doppelte Abzocke, denn von der EU wird der Bau der AB in SLO ja auch bezahlt und wer bezahlt das an die EU? Wir deutschen Bürger ebenso wie die anderen Länder der EU. Und wenn der garstige Slowene mal über unsere deutschen Autobahnen fährt, braucht er nichts zu bezahlen, es ist völlig kostenfrei für den Slowenen! Aber wir zahlen eine total überteuerte Vignette und dann noch nur für 7 Tage möglich, wo der Slowene von vorn herein kalkuliert, entweder wir zahlen nochmal für 7 Tage die 15 EUR oder werden wegen 1 Tag nicht bezahlt mit 150,- EUR abgezockt! Das war wie ein Faustschlag ins Gesicht, nachdem wir eine herrliche Woche Urlaub in Kroatien hatten. Ich habe geschäumt vor Wut! Die nächsten Jahre werden wir auch nicht mehr Slowenien durchfahren! Das hat erstmal gereicht. Es ist eh unverständlich, daß es innerhalb der EU so imense Unterschiede gibt, daß der eine bei uns nichts zahlen braucht und wir Deutschen überall ja nun schon – sobald man die dt.Autobahnen verläßt, Gebühren abdrücken muß! Da sollte in Brüssel mal schnellstens was passieren in Sachen Fairnis, nicht nur, daß alle Bananen gleich krumm sein dürfen. Das ist das Unwichtigste überhaupt.

  11. Bülent Selcuk schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren

    Da hilft nur eins. Alle die durch Slowenien fahren wollen, werden gezwungen außenrum zu fahren. Die Mehrkosten für Sprit werden duch die EU beglichen. Wovon? Von dem Geld was sie Slowenien für Ihre AB geben. Klingt doch fair und ich wäre sofort dabei.

    So am Rande: Können Nachbarländer nicht einfach mal so eine Drohung an Slowenien aussprechen??? Wäre auch nett!

    Lg

  12. Isfahan Selidirum schreibt:

    Freunde des Räder,
    Jedes Jahr fahren wir nun von München nach Dänemark und umfahren Slovenien weiträumig, da wir mit deren Preisgestaltung für die Autobahngebühren nicht einverstanden sind.
    IN der Tat müssen wir zwar einen enormen Umweg (Zeit und Spritkosten) auf uns nehmen, da wir nun München-> Prag-> Bucharest -> Bremen ->Dänemark fahren, statt wie eigentlich vorgeschrieben Müchen->Slovenien->Dänemark, – aber DAS machen wir nicht mit.
    Beste Grüsse,
    Isfahan

  13. Dieter schreibt:

    Für alle Reisenden, die über Triest nach Kroatien reisen möchten, sei auf das “AdriaForum.com” hingewiesen.
    Da ist die Strecke Vignettenfrei beschrieben, sogar mit “Video”!!
    Zur “ABZOCKMENTALITÄT” der Slowenen kann ich nur sagen:
    Meine ursprüngliche Freude über den Beitritt Sloweniens zur EU ist sehr getrübt, da ich fürchte, dass diese Regierung die EU als Selbstbedienungsladen sieht.
    Ich gehe sogar noch ein Stück weiter und behaupte, dass die hier mehrfach beschriebene Wegelagerei an der Grenze zur Kriminalität einzustufen ist.
    Bleibt die Hoffnung auf eine Reaktion aus Brüssel, da schliesslich Millionen EU-Bürger von diesem Missstand betroffen sind.
    Auf unseren Kroatien-Urlaub im Sommer freuen wir uns dennoch schon sehr.
    Herzliche Grüsse!!!

  14. Harley schreibt:

    slo ist ein kleines, unbedeutendes ländchen mit ebenso frustrierten, neurotischen bewohnern. es geht mir nicht in den ob vor oder nach der vignettenpflicht, jedesmal wurde man als tourist unfreundlich, arrogant und abstossend behandelt. anststt zu versuchen, die besucher an sich zu binden und die eigenen vorzüge anzubieten, benimmt man sich in slo vollkommen psychotisch. nein, das ist weder ein land, das man besuchen will, noch möchte man mit diesen gefrusteten, mürrischen, selbstgefälligen hinterwäldlern was zu tun haben.

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